bevoplus 

BIBB – Modellversuch - Betriebliche Berufsvorbereitung bevoplus Nutzung von Ausbildungspotenzialen für KMU in Ostbayern:

Förderung von heterogenen jugendlichen Zielgruppen auf dem Weg in duale Ausbildung

Ein gelungener Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung braucht eine genaue Orientierung an den Ausbildungspotenzialen des Betriebes und an den Potenzialen der Schüler. Der Modellversuch entwickelt Instrumente und Handreichungen, um diese Potenziale optimal abzugleichen.

Project information in English:  

 

 

 

bevoplus

ist ein vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und For­schung (BMBF) geförderter Modellversuch zum Förderschwerpunkt „Neue Wege in die Duale Ausbildung – Heterogenität als Chance für die Fachkräftesicherung“.

bevoplus ist angesiedelt in Niederbayern und erstreckt sich auf die Landkreise Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen und Freyung-Grafenau.

Ausgangspunkt und Ziele von bevoplus:

Infolge des demografischen Wandels, von Abwanderungsbewegungen und der hohen Attraktivität großer, überregional agierender Firmen können die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dieser Region nicht mehr davon ausgehen, ihren Fachkräftebedarf auch in Zukunft ohne strategisch ausgerichtete Ausbildungsvorhaben sichern zu können: Traditionelle Anwerbe- und Auswahlstrategien, Ausbildungsziele und Durchführungskonzepte stehen der Einbeziehung von Jugendlichen mit heterogenen Voraussetzungen oft entgegen. Diese jungen Menschen zeichnen sich durch - oft untypische - soziale, kulturelle oder schulische Merkmale aus.

Dabei wird leicht übersehen, dass gerade auch diese Jugendlichen oft über erhebliche Potenziale und spezielle Fähigkeiten sowie die passende Motivation für ein Ausbildungsverhältnis verfügen, so dass es im Interesse der Betriebe liegt, sie in eine langfristige Perspektive der Fachkräftesicherung vor Ort einzubeziehen.

bevoplus will einen Beitrag dazu leis­ten, dass insbesondere die KMU der Region die langfristige Sicherung ihres Fachkräftebedarfs durch eine strategisch ausgerichtete, berufspädagogisch aktuelle Planung und Gestaltung der Ausbildungsvorbereitungverbessern können und zwar durch die Einbeziehung neuer Gruppen von ausbildungsgeeigneten Jugendlichen.

Aus dem Modellversuch heraus soll sich insofern für die regionalen KMU ein plus bzgl. einer strategisch ausgerichteten Fachkräftesicherungergeben.

Was leistet bevoplus im Einzelnen?

bevoplus zielt auf die Entwicklung neuer, innovativer Konzepte ab, die sich auf ausbildungsvorbereitende Praktika als zentrale Säule stützen. Dadurch wird den regionalen KMUdie Auswahl von für ihr Ausbildungsangebot geeigneten Jugendlichen erleichtert und derenerfolgreiche Ausbildung zugleich vorbereitet. Eine Anpassung der Maßnahmen, die nachdem Schulabschluss den Übergang in ein Ausbildungsverhältnis überbrücken sollen, an das regionale Angebot dualer Ausbildungsstellen ist ebenfalls vorgesehen.

Daraus ergeben sich zwei Schwerpunkte:

  • Die Ausbildungsverantwortlichen der Betriebe werden verstärkt darin unterstützt, die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen mit heterogenen Voraussetzungen gezielt im Hinblick auf ihre eigenen Ausbildungsanforderungen zu fördern.
  • In Kooperation mit allen, die mit der Ausbildungsvorbereitung der Jugendlichen in Kammern, Verbänden, Kommunen Bildungseinrichtungen etc. befasst sind und den ausbildenden Betrieben selbst, sollen dualisierte Übergänge in betriebliche Ausbildung entstehen - und zwar vor der Besetzung von Ausbildungsstellen.

Damit ist ein klares Ziel umrissen:

Die ausbildenden Unternehmen sollen durch bevoplus dazu befähigt werden, selbst die geeigneten berufsvorbereitenden Maßnahmen durchzuführen, um hierdurch im eigenen Interessean der Fachkräftesicherung erfolgreiche Übergänge auch für heterogen geprägte Jugendlichein eine duale Ausbildung in ihrem Betrieb zu gestalten:

Der Leitfaden AoBp trägt dazu bei, dass mehr junge Leute in der Region als aussichtsreiche Bewerber/innen für die vorhandenen Ausbildungsplätze in Frage kommen. Zielgenaue, an der Ausbildung selbst orientierte Praktika spielen dabei ebenso eine Rolle wie praktikable Hilfestellungen für die Ausbilder/Ausbilderinnen in den Unternehmen. In einem ausbildungsorientierten Praktikumsmodell sollen möglichst alle Inhalte, Arbeitsmethoden und Verhaltensaspekte berücksichtigt werden, die für die Beurteilung und Förderung der Ausbildungseignung der Praktikumsteilnehmer/innen bedeutsam sind. Dazu werden die bisher allgemein berufsorientierenden Praktika zu einem Instrument der gezielten Auswahl und Vorbereitung von Auszubildenden für den eigenen Betrieb umgestaltet. Das AoBp stellt dabei die systematische Ermittlung und Entwicklung der ausbildungsbezogener Potenziale der Praktikanten/innen in den Vordergrund. Dadurch wird eine ausbildungsspezifische, breit angelegte und zugleich lernorientierte Auswahl von zukünftigen Auszubildenden erleichtert. So können Ausbildungsabbrüche durch Fehlbesetzungen vermieden werden; zudem wird das ganze Spektrum möglicher Interessenten/innen für die angebotenen Ausbildungen berücksichtigt. Auf diese Weise werden die vorhandenen Potenziale systematisch ausgeschöpft. Das AoBp bietet einen lern- und damit kompetenzorientierten Ansatz, der die Bewerber/innen nicht nur nach vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten beurteilt, sondern auch einschätzt, was man ihnen beibringen kann und muss, damit sie einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss erreichen.

 

Arbeitsaufgaben des SoWiBeFo e.V. im Modellversuch bevoplus :

  • Entwicklung und Implementierung des Handlungsforschungsdesigns zur Beantwortung projekt- und programmspezifischer Fragestellungen.
  • Erarbeitung eines kausalen Handlungsmodells mit abgestimmten, operationalisierten Zielindikatoren für die Navigation der Akteure im gesamten Projektverlauf.
  • Erarbeitung von Instrumenten für Erhebung, Auswertung und Dokumentation.
  • Durchführung von Erhebungen während der Erprobungsphase.
  • Überprüfung der Kausal-, Interventions- und Aktionshypothesen des Verbundprojektes mit gestal-tungsrelevantem Feedback an die Akteure.
  • Aufbereitung der Ergebnisse für Kommunikation, Verbreitung und Transfer.

 

Weitere Informationen als Download:

 

Zugang zum bevoplus-Leitfaden AoBp: http://www.bevoplus.de/

 

Verbundpartner:

 

IFP Gesellschaft für Fortbildung und Personalentwicklung mbH: Verbundkoordination

Internet: www.ifp-fortbildung.de.

Verein für sozialwissenschaftliche Beratung und Forschung e.V. (SoWiBeFo e.V.)

 

Kontakte:

Gerhard Stark, Dipl.-Päd., Wiss. Leitung

Tel.: +49 941 8703873

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 Alexander Krauss, Wiss. Leitung

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Helmut Musy, Dipl.-Päd., Wiss. Mitarbeit

 

 

Anschrift: SoWiBeFo e.V., Adolf-Schmetzer-Str. 30, D-93055 Regensburg